Historie - Feuerwehr Lübtheen

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Historie

Zur Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Lübtheen


Zeit bis zur Gründung
Unsere Stadt Lübtheen - erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1363 - liegt inmitten der „Jabelheide" als heimliche Hauptstadt der Griesen Gegend. Jahrhunderte lang spielte der Ackerbau die dominierende Rolle.
Schwere Zeiten durchlebten unsere Vorfahren während des 30-jährigen und 7-jährigen Krieges, die auch an unseren Ort nicht spurlos vorüber zogen. Was Krieg und Pest nicht vernichteten, wurde oftmals ein Raub der Flammen.
Wenn vor mehr als 125 Jahren in unserem noch recht dörflichen Charakter tragenden Gemeinwesen Feuer ausbrach, eilten als bald seine Einwohner zur Brandstelle und versuchten zu retten, was zu retten war. Dabei blieb die eigentliche Bekämpfung des Brandherdes absolut unorganisiert und war daher in vielen Fällen wirkungslos, was durch die großen Brandkatastrophen der Jahre 1692 oder 1842 eindeutig bewiesen wurde.
Besonders schlimm stand es um unseren Ort, als dieser mit dem am 19. Mai 1846 in dem der Schutz benachbarter Häuser des Kaufmanns Stülow ausbrechenden Feuer von einer Katastrophe betroffen wurde, die sämtliche gegen den Fuchsberg hin liegenden Häuser und den größten Teil der Klingbergstraße (heute Johann-Stelling-Straße) vernichtete. Erst vor dem mit Ziegeln gedeckten Haus des Bäckers Chrysander machte das Feuer halt. 2 Erbpächter, 26 Büdner und der Holzwärter waren obdachlos geworden.
Mitte des 19. Jahrhunderts zog - bedingt durch den verstärkten Gipsabbau - ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Viele Einwohner nahmen Neu- bzw. Umbauten an den Grundstücken vor. Es stieg auch nicht zuletzt das Verlangen, die vorhandenen Werte vor zukünftigen Feuerbrünsten zu schützen.
1891 - 1931 die Gründerjahre
Ein weiterer Brand im Frühjahr 1881 beim Töpfermeister Lange (heute Ulrichstraße 4) zeigte wieder sichtbar gewordene Mängel bezüglich einer geordneten Brandbekämpfung.
Diese Tatsache veranlaßte den Glasermeister Wichmann darüber nachzudenken, wie man in Zukunft die Brandbekämpfung wirkungsvoller gestalten könnte. Er sprach mit verschiedenen Einwohnern darüber und versuchte sie für die Idee einer Freiwilligen Feuerwehr, wie sie woanders schon bestand, zu gewinnen. Nicht überall bekam er die Zustimmung, aber es fanden sich genügend Männer, die sich bereit erklärten der zu gründenden Feuerwehr beizutreten.
Somit wurde am 01.06.1881 die erste Freiwillige Feuerwehr und somit ein schlagkräftiges Instrument der Brandbekämpfung geschaffen.
So entstand im Jahre 1881 die Freiwillige Feuerwehr Lübtheen in Form eines Vereins. Den Glasermeister Wichmann als Inspirator der neuen „Freiwilligen Feuerwehr" wählten sie zu ihrem Hauptmann während Kürschnermeister W. Schmidt zum Steigerführer und Tischlermeister Fr. Lüth zum Spritzenführer bestimmt wurden.
Für die nötige Uniformierung mußte zunächst jeder selbst sorgen. Man konnte aber auch einen Beitrag von 7,50 Mark zahlen und hatte dann Anspruch auf die Lieferung eines Helmes und der Bluse durch die Wehr.
Die Feuerwehr verfügte nicht sofort über eine richtige Spritze und sonstige Geräte, jedoch kam die Wehr bereits bei dem nächsten Brand des Hauses von Stellmacher Mielke (heute Breitscheidstraße 26) schon in Tätigkeit und erstickte das ausgebrochene Feuer im Dachgeschoß, so daß es sich nicht weiter ausbreiten konnte. Dieser Erfolg brachte den Mitgliedern der Feuerwehr in der Gemeinde Anerkennung und so entschieden sich immer mehr Bürger in der Wehr aktiv mitzuarbeiten. Die Zahl der aktiven Mitglieder pendelte zwischen 1881 und 1883 bei etwa 16 bis 20 Kameraden.
Die eingenommenen Beiträge der Mitglieder, die Unterstützung der verschiedenen Versicherungsgesellschaften und die Beihilfe der Gemeinde machten es möglich bereits 1883 eine kleine tragbare Abprotzspritze anzuschaffen. Wenn dieses Gerät auch nur klein war, so wurde sie durch ihre leichte Beweglichkeit zu einem wertvollen Gerät.
Der organisatorische Mittelpunkt der Wehr war zu jener Zeit die Gastwirtschaft „Concordia" in der heutigen Johann-Stelling-Straße. Hier fanden die regelmäßigen Versammlungen der Wehr statt und hierhin zog man sich nach einem erfolgreichen Einsatz auch zu einem erfrischenden Glas Bier zurück. Im Jahre 1886 wurde die „Concordia" Eigentum des Gastwirtes W. Schmidt, welcher auch Mitglied der Wehr wurde und im Sommer 1888 mit eigenen Kräften auf dem Hof der „Concordia" ein behelfsmäßiges Steigegerüst aus Holz erbaute. Dadurch bekam die Wehr die Möglichkeit Steigeübungen vorzunehmen und die Schläuche zum Trocknen aufzuhängen. Durch den Bau des Steigeturms wurde die kameradschaftliche Zusammenarbeit der Wehr ausgedrückt. Diese Kameradschaft zeichnete die Kameraden nicht nur bei Einsätzen zur Brandbekämpfung innerhalb des Ortes aus, sondern führte sie auch bei anderen Gelegenheiten zu bemerkenswerten Taten.
So zogen z.B. am 26. März 1888 15 Kameraden in Richtung Gudow, als die dortigen Einwohner auf Grund eines Deichbruches bei Dömitz vom Wasser bedrängt waren. Neben der Hilfe für die eingeschlossenen Bürger in Gudow halfen sie auch den eingeschlossenen Bürgern von Rosien und Preten trotz grimmiger Kälte.
Weitere Brände waren z.B. am 20. Dezember 1888 auf dem Gut Jessenitz,
am 7. Oktober 1889 in Bandekow beim Brand einer Kornscheune und des
Viehhauses. Dank des Einsatzes unserer Kameraden konnte die Gefahr gebannt werden und die völlige Zerstörung der Gebäude wurde verhindert.
Im Jahre 1890 übernahm der Zigarrenfabrikant L. Rustien die Leitung der Wehr. Ihm zur Seite standen der Schuhmachermeister Oldenburg als Obersteiger und der Böttgermeister H. Röhl als Spritzenführer. Im selben Jahr erhielt die Feuerwehr von der Gemeinde ein neues Spritzenhaus in der Amtsstraße mit einem festen Steigegerüst. Dieser Standört hat bis zum heutigen Tag Bestand.
Im Jahre 1891 stand die Feuerwehr vor einer Bewährungs- und Zerreißprobe die alles Bisherige übertraf. In der Nacht vom 27. zum 28. Januar 1891 gab es ein Großfeuer bei dem zugleich 5 Brandstellen bekämpft werden mußten.
Unsere Freiwillige Feuerwehr war seit ihrem Bestehen Mitglied des Mecklenburgischen Feuerwehrverbandes und im Jahre 1893 erhielt sie die Ehre den Verbandstag des Mecklenburgischen Feuerwehrverbandes zu organisieren. Aus diesem Anlaß wurde das Steigegerüst in der Amtsstraße von der Gemeinde durch einen Steigeturm ersetzt.
Im Jahre 1897 gab es 6 Brände - so viel wie bisher noch nicht in einem Jahr. Die Einsätze der Vergangenheit veranlaßten die Wehr im Jahr 1901 zur Anschaffung einer ausdrehbaren, fahrbaren großen Leiter und im Jahre 1903 zum Ankauf einer großen, für Pferdebespannung geeigneten fahrbaren Handdruckspritze.
Am 3. April 1902 erließ die Gemeindeverwaltung die erste Ortssatzung über das Feuerlöschwesen nach der jeder Einwohner vom vollendeten 21. bis zum vollendeten 50. Lebensjahr der allgemeinen Feuerwehr angehörte. Im Jahre 1905 gab es bereits 41 aktive Mitglieder und 12 Freunde der Feuerwehr.




Steigerzug 1906
Hauptmann Rustin
1914 bis 1945 - die Weltkriege
Während der Zeit des 1. Weltkrieges mußten 19 Kameraden die Feuerwehruniform mit dem Soldatenrock tauschen und es war schwer nach Beendigung des Krieges die Organisation der Wehr wieder in Gang zu bekommen.
Im Mai 1925 feierte die Wehr ihr 44-jähriges Bestehen. Aus Anlaß dieses Jubiläums wurde der neu erbaute Steigeturm offiziell eingeweiht. Dieses Fest hatte Auswirkungen auf den Zugang von vor allem jungen Kräften. So stieg der Mitgliederbestand auf über 60 Kameraden. Zwischenzeitlich verfügte die Wehr über die kleine Handspritze und ging über zur großen Spritze.
Im Oktober 1927 wurde der Tischler W. Junghans zum neuen Feuerwehrhauptmann gewählt. Auf sein Betreiben hin wurde eine aus 4 Mann bestehende Sanitätskolonne gebildet.
Im Jahre 1933 zählte die Wehr 50 aktive, 36 passive und 6 Ehrenmitglieder. Die Zeit des Nationalsozialismus ging selbstverständlich auch nicht spurlos an der Feuerwehr vorbei. So wurde diese kurzzeitig durch den Obervorsteher der Gemeindeverwaltung am 23. April 1933 aufgelöst und am 13. 
Mai 1933 wurde die Freiwillige Feuerwehr auf Grund der derzeitigen Verhältnisse neu gegründet. In der Versammlung waren 32 Kameraden erschienen, es wurde der bisherige Feuerwehrhauptmann Wilhelm Junghans wiedergewählt, ebenso wie dessen Stellvertreter F.C. Ritzmann.
Während des 2. Weltkrieges wurde eine Reihe von freiwilligen Feuerwehrleuten für die „allgemeine Wehrpflicht" benötigt, so daß an deren Stelle fortlaufend neue, jugendliche Kräfte, die keineswegs freiwillig kamen, für den Feuerwehrdienst verpflichtet wurden. Glücklicherweise blieb unsere Stadt während des 2. Weltkrieges von großen Luftangriffen verschont.
1945 bis 1989 - Zeit der DDR
Nach Beendigung des 2. Weltkrieges mußte die freiwillige Feuerwehr der Stadt Lübtheen neu organisiert werden. So gelang es ungeachtet aller Schwierigkeiten die Freiwillige Feuerwehr wieder aufzubauen. Das dieses gelungen war, wurde bei den großen Waldbränden der Jahre 1954 und 1959 sowie bei den Hochwasserereignissen der Jahre 1956, 1958 und 1961 deutlich sichtbar. Großen Anteil am Neuaufbau des Löschwesens in unserer Stadt hatte der Kamerad August Puls, der im Jahr 1949 die Wehr leitete und es auch verstand jungen Nachwuchs heranzubilden, so daß für die Zukunft Kameraden für hohe Aufgaben zur Verfügung standen. Bereits im Jahre 1956 begannen die jungen Kameraden die bisherige Unterkunft - das 1890 erbaute Spritzenhaus - wesentlich zu erweitern und zu verbessern. So wurde
z.B. die Garage soweit verlängert, daß die Fahrzeuge mit angehängter Motorspritze jederzeit abfahrbereit dort abgestellt werden konnten.
Im Jahre 1961 wurde unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel mit tatkräftiger Unterstützung einiger Betriebe ein zweites Motorfahrzeug (LF 8), das man aus den Schrott geholt hatte, vollständig neu aufgebaut und ausgerüstet.
AM 23. und 24. September 1961 wurde das 80-jährige Bestehen der Wehr mit einer großen Schauübung gefeiert. Ebenso im Jahre 1961 wurde der alte Steigeturm in der Amtsstraße abgebrochen und mit dem Bau des jetzigen massiven Turmes begonnen. Der insgesamt 14,79 m hohe neue Turm überragte seitdem als neues Wahrzeichen unsere Stadt.
Auch fanden in den Jahren nach 1960 regelmäßig die Kreisleistungsvergleiche und Ausscheide statt. Im Jahre 1960 wurde die Lübtheener Wehr zum 1. Mal Kreismeister.
In den Jahren nach 1948 gab es eine Reihe von Wehrführern bei der Feuerwehr Lübtheen. Nach dem Kamerad August Puls waren das die bewährten Kameraden Fridolin Bösler, Manfred Gebauer, Karl Siewert, Willi Schönberg, Karl Beckmann, Jürgen Blohm und Jochen Lau. In diesen Jahren wurde die Löschtechnik der Feuerwehr nach und nach erneuert und vervollständigt. Oft bestand diese neue Technik nur aus abgelegten Fahrzeugen der anderen Städte des Kreises, da die Prioritäten in den Jahren 1948 bis 1989 anders angelegt waren. So verfügte die Wehr zwischenzeitlich über ein TLF 15 Aufbau SIS mit Vorbaupumpe ähnlich dem G 5. Dieses TLF geht 1970 in den Schrott.
1969 erhielt unsere Wehr ein LF 8 - TSA auf LO, 1971 ein neues TLF 16 auf dem Fahrgestell H3A. Dieses Tanklöschfahrzeug wurde anläßlich des 1. Mai 1971 übergeben. Dieses Tanklöschfahrzeug wurde dann gegen ein TLF 16 5 4000 ausgetauscht, welches noch heute der Wehr als Traditionsfahrzeug zur Verfügung steht.
In diesen gesamten Jahren seit 1960 bis zum Jahr 1973 war der Kamerad Willi Matz Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr. Er stellte seine ganze Kraft für den weiteren Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr Lübtheen zur Verfügung bis sein Gesundheitszustand es nicht mehr erlaubte und die Leitung der Wehr 1974 dem Kamerad Horst Niemann übertragen wurde.
Das Feuerwehrwesen erhielt in all den Jahren nach Kriegsende eine wachsende angesehene Aufgabe, die sich nicht nur auf Ausbildung, Brandbekämpfung, Hilfeleistung, den vorbeugenden Brandschutz konzentrierte, sondern wo auch immer in unserer Stadt zur Hilfe und Unterstützung ansprechbar war. In diesen Jahren wurde die Feuerwehr unter anderem mit der „Verdienstmedaille im Brandschutz", ausgezeichnet.
Die Stadt Lübtheen war mehrfach Austragungsort von Ausscheiden im Feuerwehrkampfsport. Der Höhepunkt war sicherlich der Bezirkswettkampf im Jahre 1988.
Im Jahre 1981 fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung das 1oo-jährige Bestehen der Wehr statt. Trotz der in diesen Jahren sehr guten vorbeugenden Maßnahmen kam es in der Vergangenheit doch zu einer Reihe von Bränden, wobei der Schwerpunkt im Stadtgebiet Lübtheen auf Wohnungsbränden, Waldbränden und Bränden in landwirtschaftlichen Betrieben lag.
Nach 15-jähriger Tätigkeit als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Lübtheen übergab der Kamerad Horst Niemann am i. 5.1989 die Leitung an den Kameraden Martin Metelmann.



Gerätehaus 1992
Einsatzfahrzeuge vor dem neuen Gerätehaus 2005
1990 bis heute
Dieser leitete die Wehr dann bis zum Jahre 2004 unter den neuen Bedingungen nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990.
In den ersten Jahren nach der Wende hatte unsere Freiwillige Feuerwehr partnerschaftliche Beziehungen zu der Freiwilligen Feuerwehr Scharnebeck in Niedersachsen. Aus dem Fahrzeugbestand deren Wehr wurde unserer Wehr ein gebrauchtes Löschfahrzeug LF 8 auf Magirus-Fahrgestell als Schenkung zur Verfügung gestellt.
Durch die Bildung von Amtsbereichen nach 1990 wurden auch die Feuerwehren in diesen Ämtern neu organisiert. Die sogenannten Wirkungsbereiche wurden aufgelöst und in Amtsbereiche umgewandelt. So war der Kamerad Fritz Metelmann nach der Amtsbildung bis zum Jahre 1998 Amtswehrführer. Diese Aufgabe übernahm danach Kamerad Rüdiger Metelmann, bis zum Jahre 2004.
Nach Auflösung des Amtes Lübtheen und Bildung der amtsfreien Stadt Lübtheen wurde der Kamerad Friedhelm Matz zum Gemeindewehrführer gewählt, der somit die Aufgaben des ehemaligen Amtswehrfiihrers übernahm.

Es zeigte sich immer mehr, daß die Räumlichkeiten des Gerätehauses dem Bedarf in keiner Weise gerecht wurden. So wurden zunächst im Jahr 1992 zwei neue Fahrzeughallen an das bestehende Gerätehaus angebaut. somit verbesserte sich zwar die Stellülatzsituation im Gerätehaus, aber die gesamten Räumlichkeiten entsprachen immer noch nicht den eigentlichen Erfordernissen. Daher galt das Bestreben der Wehr sich weiterhin für den Ausbau bzw. Neubau eines Gerätehauses stark zumachen. Ganz besonders setzte sich der damalige Wehrführer Kamerad Martin Metelmann für die Realisierung eines Neubaus ein. Dafür sei ihm an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.
Am 09. Oktober 1993 fand in Lübtheen der Kreisfeuerwehrverbandstag anläßlich des 112-jährigen Bestehens der Wehr statt. Neben den Wettkämpfen wurde auch ein Fackelumzug durchgeführt. Einen großen Eindruck auch unter der Bevölkerung hat der große Zapfenstreich unter Mitwirkung der Wehren des Kreises und 2 Musikzügen aus Schleswig-Holstein hinterlassen.

Einsatzmäßig war in den 90-iger Jahren des vorherigen Jahrhunderts der Waldbrand vom 27. Juli 1994 bei Laupin ein Höhepunkt. Dem Waldbrand fielen 43 ha Wald zum Opfer. Zum Einsatz kamen 160 Feuerwehrleute, 27 Feuerwehren, 5 Hubschrauber und 2 Bergepanzer. Der Sachschaden belief sich auf ca. 430.000,00 DM.
Weiterer Höhepunkt im Leben der Freiwilligen Feuerwehr Lübtheen war die Übergabe von neuer Löschtechnik wie das TLF 16/25, das LF 16/12, ELW 1 sowie die Drehleiter DL 30.

Auch am Festumzug anläßlich des 1000-jährigen Bestehens von Mecklenburg im Jahre 1995 nahm die Feuerwehr mit einem Schaubild teil.
In dem gesamten Zeitraum nach 1990 nahmen die Kameraden an Qualifizierungs- und Fortbildungslehrgängen an der Kreisfeuerwehrschule sowie an der Landesfeuerwehrschule teil. Dieses war eine Voraussetzung um den gestellten Anforderungen an eine moderne Feuerwehr gerecht zu werden.
Im Jahre 2001 fand dann die offizielle Fahnenweihe unserer Feuerwehrfahne durch den Landesbrandmeister Kamerad Rolf Schomann im festlichen Rahmen statt.

Der absolute Höhepunkt war jedoch die Übergabe des Neu- bzw. Umbaus des Gerätehauses, verbunden mit einer Rettungswache für den Rettungsdienst des DRK am 23. November 2002. Mit diesem Bau erfüllte sich ein über Jahrzehnte gehegter Wunsch. Es stehen der Wehr nunmehr 5 Stellplätze, eine Waschhalle, notwendige Lagerräume, eine Werkstatt, ordentliche Sanitärräume sowie Büro- und Versammlungsräume zur Verfügung. Gleichzeitig wurden auf dem Gelände ausreichend Stellplätze geschaffen. Mit der Verlegung der Rettungswache des DRK von Neuhaus in das neue Gebäude in Lübtheen verbesserte sich die schnelle medizinische Hilfeleistung für unsere Stadt und Umgebung.
Nach 15 Jahren Tätigkeit als Wehrführer der Stadt Lübtheen übergab Kamerad Hauptbrandmeister Martin Metelmann die Führung der Lübtheener Wehr im Jahre 2004 an den Kameraden Rüdiger Metelmann weiter.
Seit dem 15. November 2014 wird die Wehr durch Carsten Blohm und seinen Stellvertreter Andreas Behnke geführt.

Derzeit hat die Freiwillige Feuerwehr Lübtheen 86 Kameradinnen und Kameraden, davon 46 aktive Kameraden, 8 Kameraden der Ehrenabteilung, 13 fördernde Mitglieder und 19 Mitglieder der Jugendwehr. Die Wehr verfügt über 1 LF 16/12, 1 TLF 16/24,  1 MTW, 1 Drehleiter DL 30, 1 TLF 16 (S 4000) als Traditionsfahrzeug.
Die Freiwillige Feuerwehr Lübtheen genießt in den Augen der Bevölkerung hohe Anerkennung, nicht zuletzt wegen ihrer hohen Einsatzbereitschaft bei Hilfeleistungen, Bränden oder anderen Katastrophen wie z.B. dem Elbehochwasser in den Jahren 2002 und 2006.
Freundschaftliche und kameradschaftliche Beziehungen pflegt die Feuerwehr Lübtheen mit den Wehren des Gemeindebereiches Lübbendorf, Garlitz, Gößlow, Jessenitz sowie den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hitzacker.
Mit vielen Aktivitäten beteiligen sich die Männer, Frauen und Jugendlichen der Feuerwehr an fast allen städtischen Ereignissen. Im erheblichen Maße prägen sie das gesellschaftliche Leben der Stadt, denn viele Aufgaben sind schon zur Tradition oder Selbstverständlichkeit geworden.


Quelle: Festschrift zum 125-jährigem bestehen der FF Lübtheen
 
 
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